{"id":531,"date":"2017-08-10T11:16:07","date_gmt":"2017-08-10T11:16:07","guid":{"rendered":"http:\/\/bib-facts.barra-is-barra.de\/?p=531"},"modified":"2017-08-16T08:27:35","modified_gmt":"2017-08-16T08:27:35","slug":"die-neuen-typologien-gehoeren-zur-erfahrungspsychologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bib-facts.barra-is-barra.de\/?p=531","title":{"rendered":"Die neuen Typologien geh\u00f6ren zur Erfahrungspsychologie"},"content":{"rendered":"<p>von Dr. Silke Barra<\/p>\n<p><em>&#8230;. <\/em><em>In jeder Psychologie der Zukunft wird das Kapitel, das den psychologischen Typen gewidmet ist, immer wichtige werden. Zwischen Individuum und der Spezies steht der Typ. Der Plan der Pers\u00f6nlichkeit ist weder eine standardisierte Wiederholung einer uniformen Einheit noch ein zuf\u00e4lliges Gemisch oder Mosaik; seine Anlage ist von einer begrenzten Reihe von Gruppierungen durchzogen&#8230;\u201c J. Jastrov<\/em><\/p>\n<p>Im Rahmen meiner Recherche zu den Typologien sah ich, wie wichtig die Inhalte der Erfahrungspsychologie sein k\u00f6nnen. In der Geschichte der Psychologie wie auch in der Wissenschaft hat die Untersuchung der Wahrnehmung die Empfindung als akzeptierten Wahrnehmungsmodus \u00fcber die Intuition gestellt. Was hei\u00dft das: Eine Empfindung l\u00e4sst sich wahrnehmen und rational dokumentieren, intuitives Verhalten stattdessen ist eine \u201eWundert\u00fcte\u201c, nicht auszurechnen, was passiert. Schon fr\u00fch versuchten Wahrnehmungspsychologen, Wahrnehmung auf einer sinnlich wahrgenommenen Realit\u00e4t zu begr\u00fcnden, weil die Eigenschaften der Empfindung zumindest oberfl\u00e4chlich, leichter zu quantifizieren waren.<\/p>\n<p>Der <strong>Unterschied zwischen Empfindung und Intuition als Wahrnehmungsprozesse<\/strong> in der Typologie mag darin liegen, dass Empfindungstypen \u00e4u\u00dfere Reize oder die Umgebung konkreter zu benutzen scheinen als Intuitive. Vielleicht verh\u00e4lt sich das analog zu der Art, wie Extravertierte von der Au\u00dfenwelt stimuliert werden und Introvertierte Reize benutzen, die aus ihrer weniger offenkundigen Innenwelt kommen. So wie unsere Kultur automatisch Empfindung eher best\u00e4tigt als Intuition, best\u00e4tigt sie auch Extraversion eher als Introversion. Auch hier sind <strong>70 Prozent der Menschen extravertiert und 30 Prozent introvertiert. <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Die Elemente der Typologie sind zwar in einigerma\u00dfen hierarchischer Ordnung dargestellt, doch im wirklichen Leben geht es nicht so klar zu. Unter allen Typen gibt es Individuen, denen es nicht gelungen ist, irgendeinen Aspekt ihrer typologischen Ausstattung zu entwickeln oder zu differenzieren. Dies sind oft minder funktionierende Individuen, die wahrscheinlich keine ad\u00e4quate Anpassung an andere oder an die Welt vorgenommen haben. Dann gibt es die anderen, die mit viel innerer psychologischer und emotionaler Arbeit die meisten ihrer psychologischen Funktionen erfolgreich entwickelt haben. Indem sie das Potential der meisten ihrer Funktionen maximiert haben, ist es diesen Typen gelungen, ein gesundes, produktives Leben zu f\u00fchren. C.G. Jung bezeichnete diesen Prozess als Individuation. Ziel der Individuation ist nicht nur die eigene gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Entwicklung, sondern auch alles zu werden, was unsere einzigartige Individualit\u00e4t zu bieten hat.<\/p>\n<h3><strong>Geschlechterrolle in der Erfahrungspsychologie<\/strong><\/h3>\n<p>Das Vorkommen von Typen ist speziell bei M\u00e4nnern nicht gleichm\u00e4\u00dfig verteilt. Anders ist es bei der Population von Frauen. <strong>So benutzen ca. 60% der M\u00e4nner die Denkfunktio<\/strong>n, w\u00e4hrend <strong>mehr als 65% der Frauen die F\u00fchlfunktion <\/strong>anwenden \u2013 das gilt noch heute. Die Denken-F\u00fchlen-Polarit\u00e4t ist ein wesentlicher und wichtiger Unterschied zwischen M\u00e4nnern und Frauen aus typologischer Sicht. Der Vergleich zwischen M\u00e4nnern und Frauen hinsichtlich der Typenverteilung zeigt, dass es in der Typologie eine starke entweder genetische oder geschlechtsbedingte Voreingenommenheit gibt. Das hei\u00dft, weit mehr als<\/p>\n<p>60 % der M\u00e4nner haben das Denken als starke Komponente in ihrem Typ, w\u00e4hrend weit \u00fcber 60% der Frauen das F\u00fchlen als starke Komponente ihres Typs aufweisen.<\/p>\n<h3><strong>Kommunikationsstile von M\u00e4nnern und Frauen <\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Die typologische Pr\u00e4ferenz des Denkens bei M\u00e4nnern ist das fundamentalste Merkmal, das sozialen und psychologischen Definitionen konventionellen Definitionen von M\u00e4nnlichkeit zugrunde liegt. Diese Pr\u00e4ferenz hat weitreichende Konsequenzen f\u00fcr das Verhalten, die Kommunikationsstile und die Beziehungen von M\u00e4nnern. \u00c4hnlich ist die Funktion des F\u00fchlens bei Frauen das Hauptmerkmal in konventionellen Definitionen von Weiblichkeit.<\/p>\n<p><strong>\u201eBei den Kommunikationsschwierigkeiten zwischen M\u00e4nnern und Frauen sind verschiedenen Typen, aber auch bei Interaktionen von gleichgeschlechtlichen Personen verschiedenen Typs verantwortlich\u201c <\/strong>(C.G. Jung)<strong>. <\/strong>Das hei\u00dft: Unabh\u00e4ngig vom Geschlecht und den Pr\u00e4ferenzen von Denken und F\u00fchlen entstehen die Spannungen in der Kommunikation, die jedoch den jeweiligen Typologie zu Grunde gelegt werden k\u00f6nnen. Diese Erkenntnis l\u00e4sst sich jederzeit belegen, wenn klar zu sein scheint, welche Typologien dominant sind. In meinem -fast fertigen &#8211; Buch finden Sie die L\u00f6sung: Warum k\u00f6nnen Karierte nicht mit Gemusterten und warum haben Gestreifte nur ein m\u00fcdes L\u00e4cheln f\u00fcr Gepunktete.<\/p>\n<p>In meinem n\u00e4chsten Beitrag k\u00f6nnen Sie mit dem Kurztest \u201eWer bin ich und warum?\u201c dann selbst erfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Dr. Silke Barra &#8230;. In jeder Psychologie der Zukunft wird das Kapitel, das den psychologischen Typen gewidmet ist, immer wichtige werden. Zwischen Individuum und der Spezies steht der Typ. 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